Sex während der Arbeit - warum es gesund ist, du es aber trotzdem besser lassen solltest

Neben dem Selbsterhaltungstrieb gehört der Geschlechtstrieb zu den stärksten Instinkten, die der menschliche Organismus besitzt. Das ist auch kein Wunder, dient doch der Geschlechtstrieb, der im Sex seinen Ausdruck findet, der Erhaltung und Verbreitung der Art. Das ist auch der wichtigste Grund, warum Sex so viel Spaß macht.

Warum ist Sex aber auch gesund?

Ganz einfach, weil er der Befriedigung eines körperlichen Grundbedürfnisses dient. Nach gutem Sex fühlt man sich wie nach einem guten Essen, angenehm satt und befriedigt. Die medizinische Forschung hat längst bewiesen, dass regelmäßiger Sex ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Lebensweise ist. Dass Sex gesund ist, hat gleich mehrere Gründe.

Zum einen handelt es sich um körperliche Aktivität. Sie kurbelt den Kreislauf an, hilft Kalorien zu verbrennen und hilft dabei, bestimmte Muskelgruppen zu trainieren. Zudem werden beim Sex, insbesondere beim Orgasmus, Glückshormone ausgeschüttet. Innere Spannungen und Stress werden abgebaut. Regelmäßiger Sex sorgt für eine gute, ausgeglichene Stimmung und einen gesunden Schlaf. Frauen erlangen durch guten Sex ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit, Männer fühlen sich in ihrer Männlichkeit bestätigt.

Warum wird Sex während der Arbeit vom Arbeitgeber geahndet?

Viele denken, der Arbeitgeber würde Sex während der Arbeit aus moralischen Gründen bestrafen. Schließlich ist Sex während der Arbeit in den meisten Fällen ein Anzeichen dafür, dass die Betreffenden miteinander in keiner festen Beziehung stehen. Dann könnten sie ja ganz einfach auf den Feierabend warten und daheim so viel Sex haben wie sie wollen. Bei Sex während der Arbeit kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass wenigstens eine der Partner in einer anderen Beziehung lebt. Moralische Aspekte spielen jedoch bei der Bestrafung von Sex während der Arbeit keine Rolle (außer wenn der Arbeitgeber eine religiöse Einrichtung ist). Es geht schlicht und einfach darum, dass Sex bei der Arbeit bedeutet, dass die betreffenden Arbeitnehmer während der Arbeitszeit privaten Dingen nachgehen und somit ihre Arbeitskraft dem Arbeitgeber nicht zur Verfügung stellen. Im Arbeitsrecht stellt das eine grobe Vertragsverletzung dar. Praktisch stellt Sex während der Arbeit eine Arbeitsverweigerung dar. Deswegen wird es ebenso bestraft, als wenn der Arbeitnehmer während der Arbeitszeit einkaufen oder zum Frisör ginge. Eine Ausnahme besteht vielleicht, wenn du eine Arbeit als Escort hast und daher gerade für Sex bezahlt wirst.

Wie sieht es dann mit Sex während der Pause aus?

Die Pause ist kein Bestandteil der Arbeitszeit. Demnach kann Sex während der Pause nicht als Arbeitsverweigerung bestraft werden. Trotzdem ist Sex während der Pause nicht unproblematisch, weil Pause keine Freizeit ist. Während der Pause befinden sich Arbeitnehmer noch auf dem Grundbesitz des Arbeitgebers. Dort gilt die Hausordnung, in der auch Verhaltensregeln der Arbeitnehmer festgelegt sein können. Deswegen kann auch Sex nach der Arbeit bestraft werden, wenn er auf dem Betriebsgelände stattfindet.

Was wäre, wenn man einfach zum Sex in den Wald oder Park geht?

Das ist gleich ein doppeltes Risiko und auf keinen Fall zu empfehlen. Der Arbeitgeber kann eine Disziplinarmaßnahme wegen unerlaubten Entfernen vom Arbeitsplatz aussprechen. Wird das Pärchen beim Outdoor Sex erwischt, kann das zudem eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses einbringen. Das ist in der Regel eine saftige Geldstrafe, im Extremfall droht jedoch sogar Gefängnis.

Zu Hause oder im Hotel darf es dann aber zur Sache gehen, oder?

Das kommt auf die Situation an. Wird das Liebesspiel auf Video festgehalten und der Clip im Internet verbreitet, kann es für die betreffenden Partner unter bestimmten Umständen Disziplinarmaßnahmen nach sich ziehen. Das kann passieren, wenn zumindest einer der beiden beispielsweise Beamter im öffentlichen Dienst oder Mitarbeiter in einer religiösen Einrichtung ist. Dann kann ihn der Arbeitgeber wegen Rufschädigung verklagen. Wenn der andere Sexpartner ohne sein Wissen oder Einverständnis gefilmt wird, kann er den anderen wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte und der Rechte am eigenen Bild verklagen.

Darf der Chef machen was er will?

Die Situation ist aus diversen Filmen und Zeitschriften bekannt. Der Chef bestellt die attraktive Sekretärin oder Mitarbeiterin in sein Büro zu einem Personalgespräch, bei dem er unter keinen Umständen gestört werden möchte. So lange der Sex im gegenseitigen Einvernehmen passiert, kann der Chef ziemlich sicher sein, dass er seine Lust während der Arbeitszeit befriedigen darf. Anders sieht es aus, wenn das Objekt seiner Begierde plötzlich nicht mehr damit einverstanden ist, mit ihm Sex zu haben. Dann riskiert er eine Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs auf der Arbeitsstelle oder unter Umständen auch wegen des Missbrauchs von Schutzbefohlenen.

Wie und wann wird Sex während der Arbeit bestraft?

Je nach der Schwere des Vorfalls kann der Arbeitgeber entweder eine Abmahnung aussprechen oder aber sogar die fristlose Kündigung aussprechen. Letzteres kann erfolgen, wenn es beispielsweise nicht nur zum Sex während der Arbeit, sondern auch zum Konsum von Alkohol oder Drogen oder zum Verstoß gegen Brandschutzbestimmungen (unerlaubtes Rauchen) oder Beleidigungen bzw. körperlichen Übergriffen gekommen ist. Das kann auch passieren, wenn sich andere Kollegen durch das wilde Treiben belästigt fühlen.

 

Die Bestrafung kann nicht nur erfolgen, wenn das Pärchen in flagranti erwischt wird. Es genügt bereits, wenn der Arbeitgeber aus zuverlässiger Quelle, beispielsweise einer Überwachungskamera oder auch durch Denunziation erfährt, was da ohne sein Wissen und ohne seine Billigung getrieben wird. Letztendlich liegt es im Ermessen des Arbeitgebers, ob und wie hart er Sex während der Arbeit bestraft.

Welche Alternativen gibt es?

Es gibt eine Variante von Sex, die man mit etwas Vorsicht auch während der Arbeit betreiben kann, ohne eine Abmahnung oder gar Kündigung fürchten zu müssen. Dabei handelt es sich um Selbstbefriedigung. Ja, das ist richtig, denn Selbstbefriedigung ist eine sexuelle Aktivität. Wer ihr auf Arbeit nachgehen will, sollte sich aber besser irgendwo einschließen, damit er nicht beim Handanlegen überrascht wird. Zur Unterstützung kann man sich Pornos ansehen, sollte dabei aber keinesfalls den Computer des Arbeitgebers benutzen. Besser das eigene Smartphone verwenden und Kopfhörer benutzen.

Zusammenfassung

Sex während der Arbeit kann ernste Disziplinarmaßnahmen nach sich ziehen, die bis zur fristlosen Entlassung führen können. Der Grund dafür sind nicht moralische Bedenken des Arbeitgebers, sondern ein Verstoß gegen den Arbeitsvertrag. Sex während der Arbeit bedeutet Beschäftigung mit privaten Dingen während der Zeit, die laut Vertrag dem Arbeitgeber gehört. Unter bestimmten Umständen kann der Arbeitgeber auch wegen Rufschädigung Klage einreichen, beispielsweise wenn es sich um eine religiöse Organisation oder eine öffentliche Einrichtung handelt. Als einzige Alternative zum Sex während der Arbeit kommt Selbstbefriedigung in Frage. Dabei sollte man jedoch darauf achten, nicht ertappt zu werden.